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Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte
Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und übernächsten Trennung
Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet
Das Leben
wäre vielleicht
einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben
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.. in der Welt. Irgendwie. Eigentlich passiert eh immer was und eigentlich kann man zu allem seinen Senf dazu geben – wie wundervoll. Ich steh zwar nicht wirklich auf Senf, aber dazugeben tu ich ihn doch gern mal.
So, hören wir auf von Senf zu reden und kommen zu den wirklich wichtigen Dingen, die zugegebenerweise eigentlich gar nicht so wichtig sind, aber anscheinend, bzw. offensichtlich, so wichtig, dass sie meinen Senf wert sind – apropos, wenn wir schon wieder beim Senf angelangt sind, wieso gibt man nicht seinen Ketchup dazu oder seine Mayo? Na, egal.
Also, ich befinde mich seit mittlerweile fünf Tagen im ‘Hohen Norden’, ganz weit weg von zu Hause, von Mama, von dem Lieblingscafé und der Lieblingsbuchhandlung, 1200 Kilometer entfernt von daheim, in Elsfleth. Und hier kriegt man keine österreichischen Zeitungen, geschweige denn Fernsehen, also greift man früher oder später auf die Online-Ausgaben zurück – und was liest man da? Natürlich tolle Schlagzeilen.
‘Mann von Winehouse verkauft Amy!“ – Ja, nee, er verkauft sie freilich nicht, nur ihre Autogrammkarten, aber Hauptsache die Schlagzeile springt dir ins Auge und da stellte sich mir die Frage, wieso er sie nicht einfach um Geld anpumbt, ist sie doch ein ach so toller Superstar, mit ach so vielen Millionen am Konto – aber Hauptsache Geld machen, mit allem und jedem.
Und dann das Top-Thema, das die Österreicher und sowieso die ganze Welt bewegt, bzw. bewegen sollte, denn so ist es vorgesehen – Miss Natascha Kampusch verklagt Österreich, ja, genau, ganz Österreich, dich und mich und dich da vorne auch, einfach alles was halbwegs aufrecht gehen kann. Wir, als Otto Normal Verbraucher, können das ja nicht, also ein Land verklagen, aber die Kampusch, ja, die kann das schon und ihr Top-Anwalt steht ihr bei mit Rat und Tat und das natürlich komplett aufopfernd und für lau, nicht auf die eigene Geldbörse bedacht, natürlich nicht.
In der SCS in Seiersberg hat der, ich betone, weltgrößte Media Markt der, ich betone, Welt aufgemacht. Juche, springen wir im Kreis und führen noch einen Regentanz auf oder eher einen Gewinntanz und deswegen pilgerten die lieben Leute nach Seiersberg um dort massenhaft von ihrem Geld loszuwerden für Schnäppchen, so scheint es meistens ja, aber im Endeffekt kosten die Dinge Wochen später noch immer gleich viel und man hat sich wieder mal von großen Schildern ablenken und vor allem steuern lassen – aber Hauptsache denken, man hat Geld gespart, für irgendein tolles elektronisches Ding, das man wahrscheinlich eh nicht gebraucht hätte, aber ‘es war ja grad im Angebot’. – Na, also, dann!
Weiters hat der Papst 14 Leute heilig gesprochen, man hat Wein als Allheilmittel entdeckt und hatte ich erwähnt, dass die Kampusch uns alle verklagt? – Nein, gut, sie verklagt, alles und jeden. Und sobald sie mit Österreich fertig ist, macht sie sich an die EU ran – Viel Spaß, Miss Kampusch.
Und dass bei einer Explosion in einem chinesischen Bergwerk 24 Leute und 35 bei einem Anschlag in Kandahar drauf gegangen sind, wird gekonnt überlesen, so lange daneben geschrieben steht, dass Miss Aguilera bald nackt im Playboy zu sehen sein wird..
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Endlich wieder zu Hause! Zumindest in meiner zweiten [Wahl]Heimat und es ist wundervoll! Gestern noch übermüdet von zu wenig bis fast gar keinem Schlaf, konnte es aber dennoch sehr genießen und war überglücklich. Heute wurde ich dann irgendwann von der Sonne geweckt, die meinte meine Nase kitzeln zu müssen und bin voller Energie aufgestanden!
Ja, ich bin glücklich wieder hier zu sein, auch wenn er morgen keine Zeit hat und nicht bei mir sein kann, aber das nehm ich in Kauf, hab ich ihn dann doch danach für ganz lange für mich allein.
Das Leben ist wundervoll – mit Dir!
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Und weiter geht’s – nun das liebste Laster der Österreicher: Rauchen! Und das darf man dann auf einmal nicht mehr im schönen Deutschland, so rein gar nirgendwo – manchmal schon, selten, aber dann doch und dort tummeln sich dann alle – und wenn jetzt ein Kommentar à la “Ein Raucherbereich im Restaurant ist wie ein Pissbereich im Schwimmbad” kommen sollte, denkt immer daran, dass so gut wie jeder ins Schwimmbad pisst.
Ja, ich geb’s zu, ich bin Raucher und ja, in Österreich darf man noch so gut wie überall rauchen – sprich in Lokalen, Cafés, Pubs, Coffee-Shops, Restaurants, Kneipen, Clubs, Beisln und so weiter, und sofort. Und natürlich hat man sich über die Jahre an diesen Lebensstandard gewöhnt und ihn sehr schätzen gelernt, vor allem da zu einer schönen Tasse Heferlkaffee – also Milchkaffee – eine Zigarette einfach dazu gehört.
Und kaum betritt man deutsches Land ist alles so anders, als zu Hause. Da geht man nachmittags in ein Café und sitzt da, schweigend, vor seiner Tasse Kaffee, denn wen man ehrlich ist, lässt es sich bei Kaffee und Zigarette besser reden, wurde ja schon im gleichnamigen Film bewiesen, und Redepausen können galant mit etwas Nikotin überwunden werden, aber gut, was tut man nicht alles für seine tägliche Dosis Kaffee, ohne die man ja sowieso nicht überleben könnte.
Nach dem Abendessen, und nein, ich werde sicher nicht Abendbrot sagen, muss man erst mal raus in die Kälte und friert sich den Allerwertesten ab, aber gut, das versteht man auch noch irgendwo, denn Nikotin und Essen vertragen sich einfach nicht, aber wofür gab’s dann getrennte Bereiche? – Na, egal.
Das alles ist ja noch irgendwie hinnehmbar, aber da geh ich abends mit ein paar Freunden in irgendeinen alternativen Schuppen, wo doch sonst jeder eine Zigarette in der Hand hält. Also, da betritt man den Raum und man sieht keine einzige Zigarette und nicht mal Menschen, die sie rauchen könnten, denn das ganze Lokal, zumindest der untere Bereich, ist leer, bis auf die zwei Barkeeper, die gelangweilt ins Narrenkastal starren – also, Löcher in die Luft. Geht man jedoch ein paar Treppen empor, schon befindet man sich im gewohnten Umfeld, Leute sitzen an der Bar, auf Stühlen, Treppen, am Boden, stehen fröhlich rum und rauchen – da versteht man ja zuerst mal gar nichts, was ist denn mit dem Rauchverbot passiert? – Und schon wird’s einem erklärt, gibt es jetzt doch eigene Rauchabteile, zumindest abends und was erspähen meine Äuglein, Nichtraucher, massenhaft, die sich feucht fröhlich zwischen den Rauchern tummeln und denen es ziemlich schnurz ist, ob geraucht wird oder nicht.
Aber das Schlimmste, ich geh nichts ahnend in einen Supermarkt, ist da neben der Kasse doch ein Zigarettenautomat – ich war verwirrt und musste mir erst mal von der Kassiererin erklären lassen, wie das funktioniert. So, da kauft man sich also seine Zigaretten, für vier Euro, gut, aber Sucht ruft, also wird Sucht befriedigt. Kaum aus dem Laden raus, reißt man die Plastikverpackung runter und sieht in ein halbleeres Packal – Produktionsfehler? Diebstahl? – Nein! Da würden einfach drei raus genommen, nicht von der Kassiererin, nein vom Werk schon.
Resümee – Mehr Geld für weniger Zigaretten, Raucher sind sowieso böse Menschen – würde mir von einem in die Jahre gekommenen Herrn an der Kasse hinter mir an den Kopf geworfen –, man darf generell nirgends mehr rauchen und wenn trifft sich dort alles, Nikotinabhängige und –unabhängige.
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Über das Leben und die Verständigungsproblematik einer Österreicherin in Deutschland, darüber wie genervt man von kleinen Alltäglichkeiten sein kann, die man aber am Ende doch irgendwie ins Herz schließt und davon, dass sich bei manchen deutsch-deutschen Wörter einfach die Zehennägel einrollen.
Die deutsche Sprache – wie wundervoll und vielschichtig sie doch ist, aber vor allem unterschiedlich. Mir, als Österreicherin, war das ja schon längst bewusst. Die Österreicher, oder ‚Össis’ wie wir liebevoll von unseren hochangesehenen Nachbarn genannt werden, haben sowieso eine sehr umfangreiche Sprachvielfalt. Überquert man die Grenze zu einem anderen Bundesland, versteht man auch schon kaum ein Wort mehr.
Befinde ich mich, als hochdeutsch erzogene Steirerin, im schönen Tirol, ist vorübergehend ein großes Fragezeichen auf meine Stirn tätowiert und außer sinnlosem Gebrabbel versteh ich so gut wie gar nichts.
Die Wiener, ja, die Wiener sind auch so ein eigenes Völkchen, sah man ja schon an Falko, was aber nicht heißen soll, dass ich alle Wiener mit Falko in einen Hut stecke. Die Kärntner gehören so oder so nicht mehr zu Österreich, auch wenn sie es felsenfest behaupten, die Salzburger schwelgen in nostalgischen Erinnerungen an Mozart und die Vorarlberger versteht sowieso keine Sau, verstehen sie sich doch nicht mal selbst untereinander.
Aber wenn man sich dann mal ins Nachbarland bewegt, bemerkt man schnell, wie ähnlich sich doch die ganzen österreichischen Dialekte sind und dass man sich irgendwie immer verständlich machen kann – ganz anders in Deutschland.
Ganz einfach Phrase, die für uns Österreicher im alltäglichen Gebrauch völlig normal sind, werden von den Deutschen einfach nicht verstanden.
Da sag ich zum Beispiel, dass ich nicht weiß, ob es sich bei mir ausgeht und werde nur mit großen Augen angeschaut und gefragt, was denn ausgeht – etwa das Bier? Nein, nicht das Bier, sondern die Zeit, soll heißen, ob ich Zeit haben werde und es sich eben zeitlich ausgeht.
Ich will meinen Müll wegwerfen und frag nach einem Mistkübel, als Antwort bekomm ich nur Gelächter – Ja, fein, dann eben der Mülleimer. Wo ist denn da bitte der Unterschied? Ach ja, ich vergaß, Müll gleich Hausdreck, Mist gleich Viehdreck – aber im Endeffekt beides Dreck. Sollte ich also demnächst nach einem Dreckeimer fragen?
Und sowieso wird man dauernd belächelt, sollte man es wagen, sich einmal nicht an die hochdeutsche Sprache anzupassen und im Dialekt zu reden und dann wird noch von einem behauptet, man spreche undeutlich, nein, du Vollpfosten, das nennt man Dialekt, was wiederum ja irgendwo Kultur ist – österreichische Kultur.
Es ist ja so oder so sehr merkwürdig, diese Unverständlichkeit, sprechen wir doch alle die gleiche Sprache und verstehen uns doch nicht, manchmal auch, weil man einfach aneinander vorbei redet, aber das ist ein anderes Thema.
Da geht einem, als Österreicher in Deutschland, schon mal die eigene Sprache ab – ach, wo wir bei abgehen wäre, heißt so viel wie, dass uns etwas fehlt, aber in Deutschland wird man gefragt, ob einem was abfalle – wie um alles in der Welt kommt man drauf, wenn ich sage, mir geht manchmal doch meine Heimat ab, dass sie mir abfallen würden? Nein, sie fehlt mir. Punkt.
Also, ja, manchmal, im fernen Deutschland, geht mir meine Heimat ab, meine Erdäpfel und meine Paradeis, also Kartoffeln und Tomaten, meine Palatschinken und mein Schmarn, da krieg ich ja sowieso die ärgsten Erscheinungen, wenn man Palatschinken als Pfannekuchen bezeichnet und, wenn’s doch mal Palatschinken sagen, den Schinken betonen, nein, Palatschinken werden nicht aus Schinken gemacht, oder macht man in Deutschland ‚Pfannekuchen’ aus Schinken? – Ich bezweifle es, aber lasst es euch schmecken.
Manchmal da fehlt auch der typische, österreichisches Schmäh, also Humor, der ist ganz eigen und so ganz anders als der deutsche.
Aber das Schlimmste für österreichische Ohren ist nach wie vor noch ‚Schina’ und ‚Schemie’ – da rollen sich einem immer die Zehennägel ein, heißt es doch Kina und Kemie, gut, zugegeben, ist beides falsch, aber wenn ihr lieben Deutschen doch so an eurem ‚Sch’ hängt, dann bleibt auch dabei und sagt doch auch ‚Schlor’.
Schlussendlich ist zu sagen, dass ich meine Aufenthalte in Deutschland, trotz der Sprachproblematik und den Verständigungsproblemen, immer wieder genieße, aber doch eben sehr an meinem Dialekt und meiner Heimat hänge.
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Meine Stadt. Mein Zuhause. Mein Graz.





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Ein Neuanfang! Zumindest ein Tapetenwechsel. [Kann man bei einem Blog-Umzug von Tapetenwechsel reden? Egal!]
Mein persönlicher kreativer und vor allem öffentlicher Spielplatz im World Wide Web.
Habt Spaß oder sowas ähnliches, wenn ihr hier seid.

